Die Geschichte des CVJM und der Pfingsttagung
In Bobengrün war im Jahr 1848 der zehnjährige Carl Sommermann so unglücklich von einem Kirschbaum gefallen, dass er beide Hände mehrmals gebrochen hatte. Die Hände blieben ein Leben lang verkrüppelt. Er kam in große innere Not, so dass er anfing zu beten und in der Bibel zu lesen. Dadurch fand er zum Glauben an Jesus Christus. In seinem Wald im Froschbachtal lag ein großer Stein. Dorthin ging er regelmäßig und betete um eine Erweckung in seinem Dorf. Nach 23 Jahren hat Gott sein Gebet erhört:
Carl Sommermann und sein Enkel Hans Hägel
Als Hitler an der Macht war, wurden die Versammlungen in der Vereinsstube
verboten. Da kam dem Hägels Hans die Idee, in seinem Wald ein Blockhaus zu
bauen. In der Backstube machte er seine Pläne. Zwei französische
Kriegsgefangene, einer war ihm als Bäcker zugeteilt, halfen ihm beim Bau. Dann
versammelten sich dort heimlich jeden Samstag abend eine ganze Schar Jungen. Der
Hägels Hans hat aus der Bibel erzählt, es wurde gesungen, gebetet und daneben
wurden auf einem eisernen Kanonenofen Bratkartoffeln gebraten.
Nach dem Krieg wurde das Häuschen dann schnell zu klein, so dass 1946 unter
schwierigen Umständen ein neues größeres Haus gebaut wurde.
Dieses kleine Blockhaus, in dem sich während des Krieges, Hans Hägel mit einer
Schar Jungen zum Bibellesen traf und um das sich heute Tausende an Pfingsten
versammeln, ist zum Symbol für die Pfingsttagung
geworden.
Die Rosine Klotz und ihr Sohn Martin erleben die Begegnung mit Gott, die
Vergebung und die große Freude.
An den Sonntagen besuchten abwechselnd junge Männer vom CVJM Naila, Münchberg
und Bayreuth den kranken Martin. Sie lasen zusammen in der Bibel, beteten und sangen Lieder. An
Pfingsten 1914 lud der Martin alle seine Freunde zusammen ein: acht von Naila,
zwei aus Hof und achtzehn aus Bayreuth. Das war die erste Pfingsttagung.
Jedes Jahr kamen mehr Menschen zu dem Pfingsttreffen. 1923 sind es schon 225,
die sich auf der Wiese vor dem Haus versammelt haben.
Das Pfingsttreffen wurde dann von den Nazis verboten...